Bergrheinfeld – SG Eisenheim/Wipfeld 4:4
SV Schwanfeld - SG Eisenheim/Wipfeld II 3:2
Einen guten Start erwischte die SG auf dem Bergrheinfelder Kunstrasen. Nach einer Ecke der Gastgeber schaltete die SG blitzschnell um. Der Ball landete bei Linus Hochrein, der keine Mühe hatte, ihn zur frühen Führung über die Linie zu drücken. Im Tor der SG stand diesmal „Tschaka“ Johannes Becker für den verletzten Ricky Bansemer. Und der bekam gleich ordentlich Beschäftigung. Bergrheinfeld versuchte nach dem frühen Rückstand, das Spiel an sich zu ziehen, hatte mehr Ballbesitz und kam immer wieder gefährlich vor das SG-Tor. Johannes war aber von Beginn an hellwach und mehrfach souverän zur Stelle.
Nach 25 Minuten schlug dann erneut die SG zu. Ben Schuler nahm Maß und setzte einen sauberen Flachschuss ins lange Eck – 0:2. Die Gastgeber erhöhten nun noch einmal den Druck und kamen in der 41. Minute nach einer Ecke mit etwas Glück im Strafraum an den Ball. Der Anschlusstreffer zum 1:2. Die passende Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Nach feinem Tiki-Taka im gegnerischen Strafraum zwischen Linus Hochrein und Ben Schuler war es erneut Ben, der den alten Zwei-Tore-Abstand herstellte. Eigentlich ein perfekter Zeitpunkt, um das 3:1 mit in die Kabine zu nehmen.
Eigentlich. Denn der Schiedsrichter hatte auch noch ein Wörtchen mitzureden. Er erkannte abseits des Balles ein Halten im Strafraum. Die Gastgeber nahmen das Geschenk – beziehungsweise den clever herausgeholten Strafstoß – dankend an und verkürzten noch vor der Pause auf 2:3.
Auch nach dem Seitenwechsel war die SG zunächst wacher. Laurent Stütz scheiterte mit seinem ersten Versuch, setzte aber entschlossen nach und verwertete den Abpraller seines eigenen Schusses zur 4:2-Führung. Danach wurde die Partie zunehmend ruppiger und emotionaler. Leider half die SG beim nächsten Treffer kräftig mit: Ein unnötiger Ballverlust im Spielaufbau eröffnete Bergrheinfeld die Chance zum 3:4. Schade – das war schlicht zu einfach.
In der Folge gelang es der SG immer seltener, selbst für Entlastung zu sorgen. Auf dem Kunstrasen tief zu verteidigen, ist auf Dauer ein Spiel mit dem Feuer. So konnte in der 64. Minute eigentlich niemand mehr überrascht sein, als die Gastgeber aus spitzem Winkel tatsächlich zum 4:4 trafen. Wer nach einer 4:2-Führung natürlich auf drei Punkte gehofft hatte, war zu diesem Zeitpunkt erst einmal bedient. Positiv war aber, dass die SG anschließend dem Druck der Gastgeber standhielt. In einer offenen Schlussphase gab es auf beiden Seiten noch Möglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben.
So steht am Ende ein 4:4, das angesichts des Spielverlaufs durchaus in Ordnung geht. Natürlich wäre nach zweimaliger Zwei-Tore-Führung mehr möglich gewesen. Gleichzeitig kann die SG aber erhobenen Hauptes einen Punkt aus Bergrheinfeld mitnehmen.
In der Vorrunde warten nun noch drei Spiele – und die haben es in sich: Zunächst geht es in Untereisenheim gegen Tabellenführer Sennfeld, anschließend folgen die beiden Derbys gegen Waigolshausen und Schwanfeld. Einfach wird das sicherlich nicht. Aber vielleicht tut der SG die Underdogrolle ja ganz gut. Und Überraschungen sollen im Fußball bekanntlich gelegentlich vorkommen.
Zweite verliert knapp in Stammheim
Die zweite Mannschaft war zeitgleich in Stammheim im Einsatz und musste dort eine knappe 3:2-Niederlage hinnehmen. Beide Treffer für die SG erzielte Stefan Wehner.