SV Frankenwinheim – SG Eisenheim/Wipfeld 3:2 (1:2)

Die Vorbereitung auf den Rückrundenstart stand bei der SG Eisenheim/Wipfeld alles andere als unter guten Vorzeichen. Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse in den vergangenen Wochen konnte kaum vernünftig trainiert werden, ein Testspiel fiel komplett flach und dazu machten zuletzt auch noch einige krankheitsbedingte Ausfälle zu schaffen. Trotzdem wollte die Mannschaft von Trainer Daniel Tomitza zum Auftakt beim direkten Tabellennachbarn aus Frankenwinheim unbedingt mit einem Erfolgserlebnis starten. 

Die äußeren Bedingungen hätten dafür kaum besser sein können: strahlender Sonnenschein, fast schon frühlingshafte Temperaturen. Der Platz dagegen erinnerte eher daran, was der Winter in den vergangenen Wochen angerichtet hatte – holprig, schwer bespielbar und nicht unbedingt ein Freund gepflegter Kombinationen. 

Entsprechend zäh begann die Partie. Beide Mannschaften hatten sichtbar mit den Platzverhältnissen zu kämpfen, vieles blieb Stückwerk, Fehlpässe und Ungenauigkeiten prägten das Geschehen. Ob es nun am Untergrund lag oder doch noch an der langen Winterpause, sei dahingestellt – an spielerischer Finesse mangelte es zunächst auf beiden Seiten. 

In der 26. Minute setzte die SG dann das erste Ausrufezeichen: Laurent Stütz zirkelte einen Freistoß aus rund 20 Metern direkt ins Netz und brachte seine Farben sehenswert mit 1:0 in Führung. Nur wenige Minuten später legte die SG nach. In der 32. Minute wurde Philipp Lother im Strafraum am Bein getroffen, der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Punkt. Ben Schuler blieb cool, verlud den Keeper und stellte auf 2:0. 

Frankenwinheim suchte sein Heil vor allem mit Bällen auf den Zielspieler im Zentrum und sorgte zusätzlich mit weiten Einwürfen immer wieder für Gefahr. Gegen Ende der ersten Halbzeit verlor die SG zunehmend den Zugriff auf die Partie. Zu viele einfache Ballverluste und Ungenauigkeiten brachten die Gastgeber zurück ins Spiel. Die Quittung folgte in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs, als nach einem Querschläger im Strafraum der Anschlusstreffer zum 1:2 fiel.

Auch nach der Pause blieb Frankenwinheim am Drücker. In der 54. Minute ließ sich die SG bei einer kurz ausgeführten Ecke überraschen, der anschließende Ball in die Mitte wurde verlängert und landete zum 2:2 im Tor. Im weiteren Verlauf merkte man der SG die fehlende Spielpraxis deutlich an. Oft einen Schritt zu spät, in den Zweikämpfen nicht konsequent genug und auch spielerisch lief nun nur noch wenig zusammen. Frankenwinheim wirkte griffiger, wacher und insgesamt spritziger. In der 70. Minute belohnten sich die Hausherren schließlich mit einem sehenswerten Fernschuss zum 3:2 – die Partie war damit komplett gedreht. 

Die Schlussphase wurde noch einmal hektisch. Nach einer Ecke konnte der Frankenwinheimer Keeper den Ball nur leicht berühren und prallte anschließend mit Philipp Lother zusammen. Der Nachschuss landete zwar im Netz, doch statt auf Tor entschied der Schiedsrichter auf Foulspiel der SG. Zweifelhaft, zumindest für alle die es mit der SG halten. Videobewei liegt vor... 

 

Wenig später setzte sich Ben Schuler am Strafraum stark durch, zog ab und traf ebenfalls – doch auch hier war der Pfiff bereits zuvor ertönt, erneut wurde ein Foulspiel im Vorfeld geahndet.

So blieb es am Ende bei einer bitteren 2:3-Niederlage aus Sicht der SG. Unterm Strich fehlten nach ordentlichem Beginn und einer 2:0-Führung vor allem im weiteren Spielverlauf die Frische, die Durchschlagskraft und die nötige Stabilität, um das Spiel über 90 Minuten auf die eigene Seite zu ziehen. Für die SG heißt es nun: Mund abputzen, weiterarbeiten und in den kommenden Partien liefern. In den nächsten beiden Spielen gegen die Tabellenkellerkinder Donnersdorf und Castell müssen Punkte her, um den Blick nicht doch noch zu weit nach unten richten zu müssen. 

Das Spiel der zweiten Mannschaft musst von unserer Seite wegen Spielermangel abgesagt werden. Zum zweiten Mal in dieser Saison. Beim einem erneuten Nichtantritt hätte das den Ausschluss der Mannschaft für den Rest der Saison zu Folge.